Filmförderung Österreich: Klappe! Und Action!
Österreich ist als Drehort gefragt wie nie – und das Fördersystem wurde 2025 komplett neu aufgestellt. Dank Förderungsmaßnahmen wie z. B. „FISAplus“ gewinnen Filmproduktionen in Österreich zunehmend an Attraktivität. Die Programme bieten lukrative Fördermöglichkeiten für internationale und österreichische Produktionen in den Bereichen TV, Streaming und VOD. Kinofilme werden nicht über FISAplus abgewickelt, sondern über die Standortförderung ÖFI+ des Österreichischen Filminstituts.
Was ist FISAplus und was wird im Zuge dessen gefördert?
„FISAplus“ basiert auf den Förderungsrichtlinien des Bundesministers für Wirtschaft, Energie und Tourismus im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen und ist seit 1. September 2025 in vier eigene Förderschienen gegliedert.
Die vier FISAplus-Förderschienen im Überblick
Seit 1. September 2025 ist FISAplus in vier eigene Richtlinien gegliedert. Welche für Sie gilt, hängt davon ab, wo Ihre Produktionsfirma sitzt und was genau in Österreich passiert:
- Österreichische Produktionen – für Filme und Serien österreichischer Hersteller, ausgenommen Kinofilme.
- Serviceproduktionen – für internationale Filme und Serien, die in Österreich gedreht werden.
- Internationale Koproduktionen mit österreichischer Beteiligung – für Gemeinschaftsproduktionen.
- Internationale Produktionsteile – für einzelne Gewerke wie Animation, VFX, Filmmusik und Postproduktion.
Alle vier Richtlinien sind vom 1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2027 gültig.
Was wird mit der PISAplus gefördert?
-
Dreharbeiten: Die FISAplus fördert die Dreharbeiten von Spielfilmen, Dokumentarfilmen, Serien und Formaten der Virtual Reality in Österreich – unabhängig von der Laufzeit des Werks.
-
Postproduktion: Die Förderung umfasst auch die Postproduktion von Filmen, z. B. Bildbearbeitung, Tonschnitt, Filmmusik und digitale Filmeffekte (VFX).
-
Vorbereitung: Anerkannt werden auch Vorkosten wie Casting und Location Scouting. Eine eigene Stoff- und Projektentwicklungsförderung bietet FISAplus dagegen nicht – dafür ist das Österreichische Filminstitut zuständig.
Ziel ist es, Österreich als Filmstandort für die Zukunft zu etablieren und das Interesse von internationalen Produktionen an Österreich zu wecken.
Wer kann die FISAplus beantragen?
- Filmproduktionsfirmen: Die Filmförderung kann von österreichischen und internationalen Filmproduktionsfirmen beantragt werden.
- Kooperationen: Koproduktionen zwischen österreichischen und ausländischen Filmproduktionsfirmen sind ebenfalls förderfähig.
Wie hoch ist die Förderung?
Die FISAplus wird als Cash Rebate ausbezahlt: Gefördert werden maximal 30 Prozent der Bemessungsgrundlage, mit dem Green-Filming-Bonus steigt der Satz um 5 Prozentpunkte auf maximal 35 Prozent.
30 % Cash Rebate, mit Green Filming sogar 35 %
FISAplus wird als Cash Rebate ausbezahlt, also als nachträgliche Barrückerstattung auf die in Österreich angefallenen Kosten. Der Basissatz liegt bei maximal 30 Prozent der Bemessungsgrundlage. Wer die Voraussetzungen für Green Filming erfüllt, bekommt 5 Prozentpunkte obendrauf und kommt damit auf maximal 35 Prozent. Zusätzlich gibt es das Gender Gap Financing: einen Pauschalbetrag von 25.000 Euro für Projekte, die die entsprechenden Kriterien erfüllen.
Ein paar Fördersummen in Zahlen:
Bei rein österreichischen Produktionen müssen die Gesamtherstellungskosten mindestens 1,8 Mio. Euro bei Filmen und 600.000 Euro pro Serienfolge betragen; liegt eine Folge unter 45 Minuten, dürfen zwei Folgen zusammengerechnet werden.
Max. Förderung pro Projekt:
- 5 Mio. Euro (Film oder einzelne Serienfolge)
- 7,5 Mio. Euro (Serie bzw. Serienstaffel)
Min. der Ausgaben in Österreich:
- Fiktionale Inhalte: 150.000 Euro
- Dokumentationen und VR-Formate: 80.000 Euro
- Animation, VFX, Musik, Nachbereitungskosten (Schiene „Internationale Produktionsteile“): 25.000 Euro
Noch mehr Filmförderungen, Richtlinien und Formulare zum Download
Sie möchten mehr über FISAplus sowie weitere Filmförderungen in Österreich erfahren und prüfen, ob Ihr Filmprojekt förderfähig ist? Dazu finden Sie auf fisaplus.com, dem offiziellen Auftritt der Förderungsmaßnahme, viele detaillierte Informationen.
Auf der FISAplus Downloadseite sind im Übrigen alle notwendigen Formulare und Beschreibungen der Richtlinien für die Antragstellung dieser Unterstützungsmaßnahme zu finden. In den Förderungsrichtlinien finden Sie unter Punkt 3 „Allgemeine Förderungsvoraussetzungen“ eine genaue Beschreibung der Kriterien, die für eine Förderung erfüllt sein müssen – seit 1. September 2025 jeweils getrennt nach Förderschiene.
Wann muss der Antrag gestellt werden?
Anträge können frühestens zehn Monate vor Drehbeginn eingereicht werden – wer früher plant, muss sich also gedulden. Die Einreichfrist läuft bis längstens 31. Oktober 2027.
Bei österreichischen Produktionen kommt eine Territorialisierungsvorgabe dazu: Mindestens 48 Prozent der von Österreich geförderten realen oder virtuellen Drehtage müssen zur Gänze in Österreich stattfinden. Und für internationale Serviceproduktionen sind 30 Prozent des Jahresbudgets bis 31. August jedes Budgetjahres reserviert.
Und was ist mit Kinofilmen? Die Standortförderung ÖFI+
Kinofilme werden nicht über FISAplus gefördert, sondern über die automatische Standortförderung ÖFI+ des Österreichischen Filminstituts. Die Konditionen sind vergleichbar: 30 Prozent der förderfähigen Herstellungskosten, dazu 5 Prozent Green Bonus und 25.000 Euro Gender Gap Financing. Die Mindestausgaben in Österreich liegen bei 150.000 Euro für Spielfilme und 80.000 Euro für Dokumentarfilme. Eingereicht wird frühestens sechs Monate und spätestens acht Wochen vor Drehbeginn.
Wichtig für Ihre Planung: Aufgrund der budgetären Situation nimmt die ÖFI+-Herstellungsförderung bis auf Weiteres keine neuen Einreichungen an. Ausgenommen sind Projekte mit bestehender Förderzusage des Kulturministeriums oder aus dem Talent LAB (Stand: 6. November 2025). Prüfen Sie den aktuellen Status daher direkt beim Filminstitut.
Gut zu wissen: Das Fördertopf-Volumen ändert sich jährlich
Für 2026 stehen FISAplus rund 54,93 Mio. Euro zur Verfügung, nach 80 Mio. Euro im Neustart-Jahr 2025. Wer eine Produktion in Österreich plant, sollte den Antrag daher früh im Budgetjahr stellen.
KURZZEiTmiete: Wohlfühlquartiere für Ihre Filmcrew
Dreharbeiten erfordern viel Flexibilität und Komfort. Genau das bieten Ihnen unsere möblierten Unterkünfte in den größten Städten Österreichs. Bei KURZZEiTmiete finden wir für jede Crew die perfekte Unterkunft.
Ihre individuellen Wünsche sind uns wichtig. Teilen Sie uns einfach mit, welche Ausstattung und Lage Sie für Ihre Crew benötigen. Wir kümmern uns um alles, während Sie sich auf Ihr Filmprojekt konzentrieren und sich mit uns rundum wohlfühlen!
Kontaktieren Sie uns noch heute für ein kostenloses Beratungsgespräch!
Mit KURZZEiTmiete ganz flexibel zur Filmcrewunterkunft
Einzelunterbringung, Doppelbelegung oder doch lieber Dreibettzimmer? Ein eigenes Haus mit ausreichend Parkplätzen oder große Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen? Wonach auch immer Sie die Zimmer für Ihre Crew aussuchen: KURZZEiTmiete findet es! Von der Kontaktaufnahme über das individuelle Angebot und die Besichtigung bis hin zum Vertragsabschluss - wir verstehen uns als aktive Schnittstelle zwischen Produktionsfirmen und Vermietern. Das Filmprojekt verschiebt sich, oder es werden mehr oder weniger Zimmer für Ihre Crew benötigt? Gemeinsam finden wir auch dafür eine Lösung!